Häufig gestellte Fragen

1. Was ist Photovoltaik?

Photovoltaik ist der Technologiezweig, der Licht-Energie von der Sonne (griech. Photos = Licht) durch Umwandlung in elektrischen Strom (Volt = Maßeinheit für elektrische Spannung) nutzbar macht. Sie unterscheidet sich dadurch grundsätzlich von der anderen Nutzbarmachung von Sonnenenergie, der Solarthermie, bei der mittels Sonnenkollektoren Warmwasser erzeugt wird.


2. Wie funktioniert eine Photovoltaik-Anlage?

Trifft Tageslicht auf die Photovoltaik-Module, wird die Licht-Energie in Gleichstrom umgewandelt. Mittels eines nachgeschalteten Wechselrichters wird der Gleichstrom aufgeteilt und transformiert. Am Ausgang des Wechselrichters stehen 220 V Wechselspannung zur Verfügung, die entweder über einen Zähler in das öffentliche Netz eingespeist (sog. Netzbetrieb) oder vom Erzeuger selber verbraucht werden (sog. Inselbetrieb). Da dem Erzeuger über das EEG Gesetz eine 20-jährige Abnahme zu festgelegten erhöhten Preisen garantiert wird, zahlbar durch das angeschlossene Versorgungsunternehmen, entscheiden sich derzeit fast alle Investoren für die Netzbetrieb-Variante.


3. Woraus besteht eine Photovoltaik-Anlage?

Eine Photovoltaikanlage besteht im Wesentlichen aus 3 Komponenten
        * Solargenerator (Zusammenschluss von mehreren Modulen)
        * Wechselrichter
        * Zähler
Batterien oder lokale Energiespeicher werden bei Netzeinspeisung nicht benötigt.


4. Wie ist eine Solarzelle aufgebaut?

Die Solarzelle besteht v.a. aus Silizium. Durch gezielte Verunreinigung erhält man unterschiedlich leitende, dünne Scheiben. Jeweils eine positiv und negativ leitende Scheibe werden miteinander verbunden. In der Übergangszone baut sich bei Sonnenbestrahlung ein elektrisches Feld auf, das an den Außenseiten der Zelle eine elektrische Spannung aufbaut. Diese Spannung wird an der Oberseite über fingerförmige Kontakte abgegriffen. Die Unterseite der Solarzelle ist vollständig mit einer dünnen Metallschicht belegt.


5. Wie ist ein Solarmodul aufgebaut?

Das Solarmodul besteht aus einer Anzahl von Solarzellen, die miteinander elektrisch verbunden sind. Mehrerer dieser Module werden teilweise parallel zum anderen Teil in Serie geschaltet und bilden den Solargenerator.


6. Monokristallin, Polykristallin, Dünnschicht - Wie ist der Stand der Technik und wohin geht die Entwicklung?

Polykristalline erreichen derzeit einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 15% während der maximale Wirkungsgrad von monokristallinen Zellen bei 15-17% liegt. Aufgrund der aufwendigeren Technik sind sie jedoch teurer und lohnen sich, wenn hohe Leistung bei gering verfügbarer Fläche gefordert ist. Große Hoffnung für die Zukunft setzt man auf die Dünnschichttechnik, da der Materialaufwand geringer ist. Leider liegt der Wirkungsgrad mit 5-9% deutlich unter kristalliner Technik, sodass Dünnschichtanlagen einen großen Flächenbedarf für die entsprechende Leistung aufweisen. Die Preisvorteile, steigende Wirkungsgrade und höhere Wirtschaftlichkeit sind die Hauptgründe, dass bereits heute in vielen Fällen bei größeren Anlagen die Wahl des Investors auf eine Anlage mit Dünnschicht fällt.